Uri, Uri, D’vorah!

Uri, Uri D’vorah!

Kammer-Oratorium für Alt, Bariton, Violine, Cello, Klavier und Schlagwerk.

Dauer: ca. 21:30 min

Text: Hebräische Bibel, 1 Richter 5 („Deborah-Lied“)

Die Geschichte rankt sich um die beiden Anführerinnen/ Heldinnen Deborah und Yael und beinhaltet unter anderem die wohl ältesten Passagen der Bibel. Es geht überwiegend um Kämpfe und kriegerische Auseinandersetzungen, an denen sich selbst die Elemente, Berge und Sterne beteiligen. Yael bietet dem feindlichen Heerführer Sisra in seinem eigenen Zelt ein Kännchen Sahne an und erschlägt ihn mit einem Hammer, bevor am Ende 40 Jahre Frieden erreicht werden.  — Ich denke, dass ich mit der Vertonung dieses dramatischen, monumentalen, aufgrund der Sprache auch rätselhaften Textes auch ein wenig die Sorgen, Ängste und auch Wut angesichts des Ukraine-Kriegs und der Ereignisse des „7.Oktobers“ und der Zeit danach in Israel künstlerisch verarbeitet habe. Zum Anhören bietet sich bei „Uri Uri“ auch das von mr selbst künstlerisch bebilderte Youtube-Video an (siehe oben), denn das bietet deutsche Untertitel zu allem, was gesungen wird. Die Übersetzung des hebräischen Textes für diese Untertitel habe ich übrigens selbst „kompiliert“, die vorhandenen Übersetzungen des hebräischen Textes (auch jüdische) weichen im Detail stark und durchaus sinnverdrehend voneinander ab. Man kann also in der Übersetzung kaum von einem einheitlichen Textkörper sprechen, geschweige denn von einer zwingenden, klaren Deutung in vielen Aspekten.